Back on the road: Mein Weltcup-Comeback
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Back on the road: Mein Weltcup-Comeback

Liebe Leserinnen und Leser

Zwei intensive Wochen liegen hinter mir… Wochen, die ich so schnell nicht vergessen werde. Nach einer langer und schwerer Krankheit durfte ich endlich wieder zurückkehren ins Renngeschehen. Zurück im Nationaltrikot, zurück im Weltcup, zurück auf der Startlinie.

Und ehrlich: Dieser Moment auf der Startrampe in Gistel hat alles überstrahlt. Plötzlich war es da – dieses Gefühl, wieder dazuzugehören. Nicht als Traum, sondern real.

Weltcup in Gistel, Belgien
Der erste Weltcup in Belgien war vor allem eines: emotional. Resultate waren komplett nebensächlich. Viel wichtiger war, überhaupt wieder Rennen fahren zu können und Vertrauen in meinen Körper zurückzugewinnen. Ich habe jeden Meter bewusst erlebt, gleichzeitig aber auch gemerkt, wie viel dieser erste Schritt mental kostet. Die vielen Eindrücke, das Umfeld, das herzliche Wiedersehen im internationalen Feld – das war intensiv.

Umso wertvoller war danach der kurze Stopp zuhause in der Schweiz. Natur, See, Ruhe. Durchatmen, neue Energie tanken und in Ruhe spüren, dass ich bereit bin für den zweiten Weltcup.

Weltcup in Montesilvano, Italien
In Italien habe ich dann gespürt, dass etwas zurückkommt: Mut. Ich bin aktiver gefahren, habe wieder Attacken gesetzt und mich mehr ins Rennen eingebracht. Nicht nur mitzufahren, sondern das Rennen wieder mitzugestalten, hat mir unglaublich viel gegeben. Und dann kam der Schlusssprint um Platz 4. In diesem Moment habe ich gespürt, dass da wieder mehr möglich ist – mehr Vertrauen, mehr Risiko, mehr Kampfgeist. Ich habe alles gegeben und es hat gereicht.

Dieser 4. Platz war deshalb weit mehr als nur ein Resultat. Für mich war es ein persönlicher Sieg und ein weiteres Zeichen, dass ich wieder auf dem richtigen Weg bin.

Wie geht’s weiter?
Wie es in den nächsten Wochen genau weitergeht, ist noch offen. Noch immer steht im Vordergrund, aufmerksam auf meinen Körper zu hören und bewusst zu entscheiden, was aktuell möglich und sinnvoll ist.

Umso emotionaler war es deshalb, als bekannt wurde: Mit meiner Leistungen habe ich die Limite für die Europameisterschaften erfüllt und bin für die EM in Maniago im Juni selektioniert! Damit hätte ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich mit der EM noch gar nicht wirklich beschäftigt – ich wusste eigentlich nur, dass sie in Italien stattfinden wird. Umso surrealer fühlt sich dieser nächste Meilenstein nun an.

Trotz aller Freude bleibt der Fokus derselbe: gut regenerieren, Vertrauen weiter stärken und mit Geduld nach vorne schauen.

Danke an alle, die mich auf diesem Weg begleiten und unterstützen!

Eure Sandra

Fotos: Team Stöckli und SWPIX

Publikationsdatum 16.05.2026
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