Mein Comeback-Jahr – gekrönt von einem Ja fürs Leben
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Mein Comeback-Jahr – gekrönt von einem Ja fürs Leben

Liebe Leserinnen und Leser

Was für ein Jahr! Wenn ich auf die vergangenen Monate zurückblicke, fehlen mir fast ein wenig die Worte.

Im April wünschte ich mir vor allem eines: Wieder an einer Weltcup-Startlinie zu stehen. Daraus wurden vier Weltcuprennen, eine Europameisterschaft – und ein Tag in den Bergen, der mein Leben verändert hat. 🤍

Zurück im Nationaltrikot
Auf der Startrampe in Belgien bekam ich Hühnerhaut. Ich war wieder Teil des Weltcups und konnte endlich wieder Rennen fahren. Das Resultat war nebensächlich. Viel wichtiger war, mit jedem Kilometer Vertrauen in meinen Körper zurückzugewinnen.

Beim zweiten Weltcup in Italien wurde ich mutiger: Ich fuhr Attacken, mischte im Strassenrennen aktiv mit und sprintete auf Rang 4. Kurz darauf kam die Nachricht, dass ich mich für die Europameisterschaften qualifiziert hatte.

Vor der EM begleitete mich ein Team von SRF bei meinen Vorbereitungen. Im SRF-Beitrag über mein Comeback erzähle ich, wie steinig der Weg zurück war – und was mir dieser Start bedeutete.

Manche Ziele sieht man nicht auf der Rangliste
Die Europameisterschaften in Maniago werde ich besonders in Erinnerung behalten. Für mich ging es dort nicht um Medaillen oder Platzierungen. Es ging darum, wieder dabei zu sein. Auf den letzten Kilometern des Strassenrennens sog ich die Atmosphäre auf und dachte daran, wie weit weg dieser Moment noch vor wenigen Monaten gewesen war. Jetzt war ich mittendrin. 

Nach der EM entschied ich gemeinsam mit meinem Team, auf die WM in den USA zu verzichten und meine internationale Saison zu beenden. Leicht fiel mir das nicht. Aber ich weiss, dass Geduld und ein nachhaltiger Aufbau aktuell wichtiger sind. Danach stand ich noch bei mehreren kleineren Rennen am Start. Sie halfen mir, Schritt für Schritt weiterzukommen – und brachten mich langfristig weiter, als es ein WM-Start zu diesem Zeitpunkt getan hätte.

So verabschiedete ich mich mit einem guten Gefühl von der grossen internationalen Bühne.

Ein neuer Name, ein gemeinsamer Weg
Und dann gab es noch einen Höhepunkt abseits der Rennstrecke: Am 4. Juli haben Michael und ich hoch oben in Kühtai geheiratet. 🤍 Erst waren wir Athletin und Coach. Dann wurde aus zwei Wegen ein Zuhause. Und jetzt sind wir Frau und Mann – und ich heisse Sandra Stöckli-Würmli.

Ein paar Eindrücke von unserem Tag findet ihr auf Instagram und Facebook. Die Fotos anzuschauen, macht mich noch immer sprachlos. 

Danke an mein Team, meine Familie, meine Freunde, meine Sponsoren und an euch alle. Ihr habt mich durch eine schwierige Zeit begleitet und euch mit mir über jeden Schritt zurück gefreut. Das bedeutet mir unglaublich viel.

Eure Sandra

Fotos: Klaus Huemer

Publikationsdatum 02.10.2026
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